Ausstellungen und Seminare in der Schule

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Jakob der Lügner, Kinderbuch nach dem gleichnamigen Roman von Jurek Becker, Texte von Georg Wieghaus, Zeichnung von Lukas Ruegenberg. Verlag Button & Bercker.

Die Themen „Krieg und Konzentrationslager” können und sollten bereits mit Schülern und Schülerinnen ab dem Primärschulalter besprochen und erarbeitet werden, denn oft bringen sie einiges an Vorwissen aus den Medien oder aus der eigenen Familie mit. Es ist nicht zu unterschätzen, welchen breiten Raum die Themen “Krieg, gewaltsame Konflikte und Vertreibung” in unserer multikulturellen Migrationsgesellschaft einnehmen. Die Fragen, die die Kinder dann zu diesen Themen entwickeln, sollten deshalb nicht mit Halbwissen, ausweichenden Antworten oder phantastischen Geschichten beantwortet bzw. abgewiesen werden.

Eine altersgerechte Erarbeitung und Klärung dieser Themen u.a. über eine einfühlsame Diskussion, die den Wissensstand der Kinder reflektiert und ernst nimmt, Bildbetrachtungen und emphatische Übungen können den Kindern dabei helfen, sich zu orientieren und Inhalte offen und vorurteilsfrei anzueignen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten dieses Thema mit uns zu bearbeiten:

  1. Wir kommen mit unseren Ausstellungen in Ihre Schule und halten dort für die Lehrer/-innen und Erzieher/-innen einen Kurs oder Workshop, auf dessen Grundlage und aufbauend auf dem Material, welches Sie von uns erhalten, Sie dann Ihre Schüler/-innen kenntnisreich unterrichten können. Wir stellen Ihnen altersgerechte Literatur sowie ausgewählte Texten und Zeichnungen (beispielsweise Tagebuchauszüge und Kopien von Zeichnungen von Yvonne Useldinger, Marie Brix etc.) zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung. Anhand dieses Materials ist eine behutsame und altersgerechte Erarbeitung des Themas möglich.
  2. Wir bauen unsere Ausstellungen für mehrere Wochen in Ihrer Schule auf und organisieren Führungen und Workshops für Ihre Schüler/-innen. Es ist auch möglich, Ihre Schüler/-innen anzuleiten, damit sie selbst Führungen leiten können und ihr Wissen an ihre Mitschüler/-innen weiter geben können. Die Schülerinnen werden im Rahmen eines kommunikativen und kreativen Lernprozesses angeleitet, sich individuell und vorurteilsfrei mit dem Thema auseinander zu setzen.