„Dann habe ich keinen Hunger mehr gespürt…“ – Kunst zwischen Widerstand, Zeugnis und Überlebensstrategie im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück am Beispiel der Luxemburgerin Yvonne Useldinger

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Kunst und Kultur in deutschen Konzentrationslagern waren lange Tabuthemen angesichts der unzähligen Grausamkeiten, die an diesen Orten stattfanden. Trotz – oder auch gerade angesichts – der unmenschlichen Verhältnisse, die dort herrschten, waren viele Häftlinge künstlerisch produktiv. Auch die Luxemburgerin Yvonne Useldinger (1921–2009) konnte während ihrer Inhaftierung im Frauen-KZ Ravensbrück zahlreiche Zeichnungen, Skizzen und Glückwunschkarten herstellen. Die illegalen Bildnisse sind angefertigt auf ausrangiertem Büropapier, Krankenscheinen oder alten Zeitungen.

Warum aber waren Häftlinge wie Yvonne Useldinger in einer derart grausamen und kulturlosen Umgebung künstlerisch aktiv? Warum war es den Häftlingen wichtig, sich künstlerisch zu betätigen, obwohl ihnen bei Entdeckung schwere Strafen drohten, bis hin zur Todesstrafe?

Dieses Buch versucht eine Antwort auf diese Fragen zu finden und möchte seine Leserinnen und Leser zum Weiterdenken anregen. Darüber hinaus hat es sich das Ziel gesetzt, Lehrende von Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen in ihrer pädagogischen Arbeit zu unterstützen.

 

Im Folgenden finden Sie hier diverse kostenlose Arbeitsmaterialien, um mit diesem Buch zu arbeiten. Die Materialien werden nach und nach auf die Seite geladen und jeweils nach Themen bzw. Buchseiten geordnet. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Kathrin.mess@education.lu

Biografisches Material zu Marie Demuth:

Marie Demuth