Biographische Lesung aus dem Tagebuch der Luxemburgerin Yvonne Useldinger, 1944-45 geschrieben im Frauen-KZ Ravensbrück

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 Mit unserer biographischen Lesung wollen wir an die bekannte, herausragende Luxemburger Persönlichkeit Yvonne Useldinger (1921-2009) erinnern. Die Escher Resistenzlerin wurde am 5. August 1942 verhaftet und über verschiedene Gefängnisse in das Frauen-KZ Ravensbrück deportiert. Dort erhielt sie den roten Winkel der politischen Häftlinge und wurde bei der Firma Siemens zur Zwangsarbeit eingesetzt. Am 3. Dezember 1944 – etwa 6 Monate vor ihrer Befreiung – beginnt sie dort ein illegales Tagebuch, welches als eines der wenigen Originaldokumente aus dem Lager Ravensbrück gerettet werden konnte. Zusammen mit mehreren Zeichnungen ist das Tagebuch ein wichtiges Dokument, das sowohl die Geschichte des Lagers dokumentiert, als auch die Intensität der großen persönlichen Belastungen zeigt, die eine Haft in einem Konzentrationslager mit sich brachte. Das Tagebuch ist aber auch ein außergewöhliches Zeugnis für Menschlichkeit und Freundschaft in einer existentiellen Situation.

Die Lesung mit musikalischer Begleitung wird gestaltet von Melanie Noesen, Johannes Mertesdorf-Schmithüsen und Hany Heshmat (Gitarre). Eine thematische Einführung erfolgt durch Dr. Kathrin Meß.

Dauer: ca. 2-3 Stunden

Kosten auf Anfrage